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Bald ist wieder Studienbeginn. Rund 2,8 Millionen Studierende sind an deutschen Hochschulen eingeschrieben, rund eine halbe Million „Erstis“ kommen mit dem neuen Semester hinzu. Angesichts dieser Zahlen könnte man denken, dass die Entscheidung für ein Studium und dessen erfolgreicher Abschluss keine Frage des Geldes sei. Doch der passende finanzielle Rahmen ergibt sich – zumindest bei den meisten Studierenden – nicht von selbst.

Wie bestreiten Studierende heute ihren Lebensunterhalt? Im Trend liegt ganz klar die Studienfinanzierung durch die Eltern, stellt eine Umfrage des Personaldienstleisters univativ fest: Demnach erhalten sieben von zehn Studierenden Geld von den Eltern, die Hälfte finanziert sich sogar hauptsächlich über diese Zuwendungen. Noch vor einigen Jahren war dies nicht so stark ausgeprägt: „Heute bestreiten mehr Studenten ihren Lebensunterhalt mit Hilfe der Eltern, während die Bedeutung aller anderen Finanzierungsformen zurückgeht“, lautet der Tenor der Studie.

BAföG und Jobben verlieren an Bedeutung

Der Anteil der Studierenden, die BAföG beziehen, verringert sich immer weiter. Dabei wird dieses Geld in der Regel zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen gewährt. Von der Darlehenssumme muss man insgesamt maximal 10.000 Euro zurückzahlen, erläutert das Deutsche Studentenwerk.

Auch gejobbt wird heute weniger: Noch in den achtziger und neunziger Jahren war es nicht ungewöhnlich, wenn Studierende eine Arbeit hatten, mit der sie sich weitgehend selbst finanzierten. Dadurch zog sich allerdings bei vielen das Studium in die Länge. Heute lassen die meist strafferen Studienordnungen den wenigsten so viel Zeit für einen Nebenjob.

Doch was tun, wenn es klemmt? Nicht immer können die Eltern tief in die Tasche greifen und die Rolle des Finanziers übernehmen. Das wirkt sich aus: Immerhin drei von zehn Studierenden frustriert ihre wenig komfortable finanzielle Situation so sehr, dass sie immer wieder mit dem Gedanken spielen, ihr Studium vorzeitig aufzugeben. Einige werfen aus diesem Grund tatsächlich das Handtuch.

In die eigene Ausbildung investieren

Wenn der persönliche Finanzbedarf während eines Studiums dauerhaft höher ist als die Mittel, die durch Eltern, BAföG und Nebenjobs zur Verfügung stehen, sollte die Konsequenz aber weder ein Studienabbruch noch die permanente Überziehung des Girokontos sein. Es gibt bessere Lösungen zur Studienfinanzierung – zum Beispiel die bei vielen Studierenden wenig bekannten Studienkredite. Ausgesprochen große Flexibilität bietet der KfW-Studienkredit.

Anders als bei einem Konsumentenkredit bekommt man hier nicht die ganze Darlehenssumme auf einen Schlag, sondern Monat für Monat einen bestimmten, selbst festlegbaren Betrag, der hilft, die regelmäßigen Ausgaben zu schultern. Weitere Vorteile: Die Zinsen sind niedriger und die Rückzahlung flexibler als bei vielen anderen Krediten. Außerplanmäßige Rückzahlungen sind zum Beispiel jeweils zum Semesterbeginn möglich.

Trotz dieser Vorteile haben gegenwärtig nicht mehr als sieben Prozent der Studierenden eine solche Finanzierungsart gewählt. Für die jungen Erwachsenen liegt darin auch die Chance, sich ein weiteres Stück Unabhängigkeit gegenüber den Eltern zu erobern.