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So muss Urlaub sein: Das Moussaka war ausgezeichnet, der Kellner hat einen richtig guten Wein empfohlen – und die Wartezeit war nicht der Rede wert. Klar, dass man das gern mit einem angemessenen Trinkgeld honoriert! Aber auch wenn alles einfach „nur in Ordnung“ war, gehört es sich, dem Servicepersonal einen kleinen Obolus zu entrichten. Bloß wie klein oder groß sollte der eigentlich sein?

Niemand möchte, dass hinter seinem Rücken getuschelt wird, man sei zu knauserig – oder umgekehrt – man werfe mit dem Geld nur so um sich. Während man weltweit nirgendwo falsch liegt, bei der Taxirechnung den Betrag einfach aufzurunden oder für den Zimmerservice ein bis zwei Euro in der Landeswährung zu spendieren, gibt es von Land zu Land beträchtliche Unterschiede, welches Trinkgeld in einem Restaurant angemessen ist. Für eine Reihe klassischer Reiseländer haben wir einige Infos zusammengestellt, an denen Sie sich orientieren können.

Trinkgeld–Landesinfos: Wie viel gibt man wo?
  1. 1. Dänemark, Finnland, Norwegen

    Mit 0 bis 5 Prozent fällt das Trinkgeld hier eher karg aus. Einen zusätzlichen Obolus zu geben, ist in diesen Ländern eher unüblich, Aufrunden aber schon.

  2. 2. Schweden

    Mit rund 10 Prozent sind Sie auf der sicheren Seite. Schweden sticht bei den Nordlichtern ein wenig heraus: Es ist das einzige skandinavische Land mit einer Art „Trinkgeldtradition“.

  3. 3. Großbritannien

    10 bis 15 Prozent sollten es in Großbritannien sein. Gut zu wissen: Am Pub-Tresen ist kein Trinkgeld üblich, der Barkeeper freut sich aber, wenn ihm ein Drink spendiert wird.

  4. 4. Österreich, Schweiz

    Hier liegt das Trinkgeld in der Regel bei 5 bis 10 Prozent. In den Alpenstaaten herrschen diesbezüglich ähnliche Gepflogenheiten wie in Deutschland.

  5. 5. Italien

    In Italien sind, ähnlich wie in Deutschland, 5 bis 10 Prozent üblich. Wird eine Gedeck-Gebühr –„Coperto“ – berechnet, kann das Trinkgeld etwas niedriger ausfallen.

  6. 6. Frankreich, Spanien, Portugal

    In diesen Ländern sollten Sie 10 bis 15 Prozent auf den Rechnungsbetrag aufschlagen. Gut zu wissen: Das Trinkgeld wird am Tisch zurückgelassen. Aber bitte nicht in Form von roten Cent-Münzen – das kommt gar nicht gut an!

  7. 7. Griechenland

    Das übliche Trinkgeld in Griechenland liegt bei rund 10 Prozent. Im Gegensatz zu vielen anderen südeuropäischen Ländern ist es gern gesehen, wenn der Obolus nicht auf dem Tisch liegen gelassen, sondern persönlich überreicht wird.

  8. 8. Türkei

    Hier sollte man mit gut 10 Prozent rechnen. Wer nicht unangenehm auffallen möchte, sollte wissen: Wer in der Türkei nur 5 Prozent gibt, gilt bereits als ziemlich knauserig.

  9. 9. Nordafrika, Dubai

    Planen Sie hier rund 10 Prozent ein. In Ägypten freut man sich, wenn das Trinkgeld nicht einfach liegen gelassen, sondern persönlich überreicht wird.

  10. 10. USA, Kanada

    Hier ist das Trinkgeld mit 15 bis 20 Prozent relativ hoch. Planen Sie das beim Reisebudget vorab mit ein und geben Sie bitte nie weniger als 15 Prozent. Das Trinkgeld ist in Nordamerika ein wichtiger Gehaltsbestandteil des Servicepersonals!

  11. 11. Japan, China

    In Japan ist es unüblich, mehr als den Rechnungsbetrag zu zahlen. Hier kann man sogar schnell ins Fettnäpfchen treten: Trinkgeld wird in Japan als Beleidigung aufgefasst. In China wird dagegen oft eine verpflichtende Servicepauschale berechnet.

  12. 12. Thailand, Australien, Neuseeland

    Rund 10 Prozent sollten es in diesen Ländern sein. Wie auch in vielen anderen Ländern weltweit wird das Trinkgeld hier in der Regel einfach auf dem Tisch liegen gelassen.

Trinkgeld: Besser per Karte oder in bar?

Auch wenn Kartenzahlung für den eigentlichen Rechnungsbetrag weltweit in vielen Restaurants möglich und üblich ist, sollte das Trinkgeld besser in bar gegeben werden. Denn durch die Kartenzahlung wird der Betrag von der Buchhaltung erfasst, muss versteuert werden – und gelangt so meist gar nicht in die Geldbörse des Servicepersonals. Hierfür sollte man also immer ein paar Euro in bar dabei haben. Und wer außerhalb der Eurozone unterwegs ist, fährt gut mit einem kleinen Bündel 1-US-Dollar-Noten.