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„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Junge Erwachsene zieht es nach dem Schulabschluss oft für eine Zeit ins Ausland – die Welt entdecken, Erfahrungen sammeln, andere Kulturen kennenlernen, Träume leben.

Simon, 20 Jahre und Abiturient aus dem Rheinland ist einer derer, die genau diesen Traum verfolgen: Als Au-pair ab ins Ausland.

Er hat den großen Schritt gewagt, sich für acht Monate von seinen Freunden und seiner Familie verabschiedet und ist nach Neuseeland gezogen. Er lebt dort seit November 2014 und betreut zwei Kinder im Alter von fünf und drei Jahren.

Zwischen Maori, vulkanischen Quellen, Auckland und Fish’n Chips – die Selfie Stange natürlich immer mit dabei – erlebt er ganz persönliche Herausforderungen und Abenteuer, wie z.B. das erste Mal Weihnachten ohne Familie bei 32 Grad und einer großen Wasserschlacht.

5 Survival-Tipps von Simon für einen Auslandsaufenthalt in Neuseeland
  1. 1. Schranken im Kopf

    Vorurteile und Klischees lieber gleich zu Hause lassen. Der neuseeländische „Kiwi Way of Life“ bedeutet mit einer gewissen Leichtigkeit durch den Alltag zu gehen.

  2. 2. Nicht abschrecken lassen

    Von Seminaren zum Verhalten bei Erdbeben, Tsunamis oder Vulkanausbrüchen.

  3. 3. Mutig sein

    Und sich einfach mal neuen Herausforderungen stellen. Machen, nicht denken.

  4. 4. Be open-minded

    Neuseeland ist bekannt für seine Multi-Kulti-Gesellschaft, in der alle schnell integriert werden.

  5. 5. Durchhalten

    Durchhalten, auch wenn es mal nicht nach Plan läuft.

Simon steht auf einem Felsvorsprung, unter ihm Sandstrand und Meer

Warum hast Du Dich nach dem Abitur entschieden ins Ausland zu gehen? Was war Deine Inspiration für diese Reise?

Meine Inspiration war der Wunsch nach Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. Außerdem habe ich mich auf den kulturellen Austausch und die vielen Herausforderungen, die so ein großer Trip mit sich bringt, sehr gefreut. Und natürlich auf die traumhafte Natur in Neuseeland.

Welche besonderen Momente hast Du in deiner Zeit bisher erlebt?

Besondere Momente gab und gibt es natürlich immer wieder. Viele wunderbare Augenblicke habe ich zum Beispiel im Abel Tasman Park erlebt. Hier sind wir vier Tage lang, ohne Handy-Empfang und WLAN durch einen der schönsten Nationalparks Neuseelands gewandert.

Welche schwierigen Situationen musstest Du bisher meistern?

Als meine Freundin Sabrina Neuseeland verlassen hat. Wir beide haben jedes Wochenende etwas zusammen gemacht und so viele Stunden miteinander verbracht. Danach habe ich mich alleine gefühlt. Aber zum Glück nicht lange. Ich habe mich dann mit neuen Menschen getroffen. Das ist das gute am Au-pair Dasein – es gibt viele von uns und alle fühlen sich manchmal alleine hier am anderen Ende der Welt.

„Es gibt kaum etwas besseres, als morgens aus einem Zelt zu kriechen, eine wunderschöne Landschaft und die endlose Weite des Meeres zu erblicken. Mehr braucht es nicht!“

Was nimmst Du aus Deiner Neuseeland-Zeit als Au-pair für Dich persönlich mit?

Die neuseeländische Gelassenheit hat mich sehr inspiriert. Für fast jedes Problem gibt’s eine Lösung! Außerdem hat sich meine Vorstellung des Gedankens vom „Zuhause-Sein“ verändert. Bevor ich hierher kam, dachte ich immer, mein Zuhause ist da, wo ich aufgewachsen bin und wo meine Familie ist. Muss aber nicht so sein. Meine Freunde und auch meine Gastfamilie haben mir gezeigt, dass man sich auch an einem anderen Ort auf der Welt so wohl fühlen kann. Man braucht nur die richtigen Menschen um sich herum.

Simon zusammen mit seinen Freunden an einem Wasserfall in Neuseeland

Welche Träume verfolgst Du jetzt?

Ein großer Traum ist, eines Tages mal wiederzukommen und alle „Great Walks“ durch die Nationalparks zu machen. Ein anderer Wunsch ist, eine Familie zu gründen und sich gemeinsam irgendwo niederzulassen, wo es schön ist. Einfach das Leben genießen – mit BBQ, guten Freunden und der Familie.

Au-pair Simon macht eine Pause von einer Wanderung und genießt den Ausblick

Wie geht es Dir zurzeit?

Mir wird gerade bewusst, dass ich letztes Jahr eine der besten Entscheidungen meines Lebens getroffen habe und sehr glücklich darüber bin. Ich freue mich aber auch auf nächste Woche, denn dann sehe ich endlich meine Freunde und Familie wieder.

Simon kam am 6. Juli 2015 wieder nach Deutschland zurück – nach insgesamt 227 Tagen Neuseeland!
In seinem Blog schildert Simon seine Erlebnisse und Eindrücke während seiner Zeit als Au-pair in Neuseeland.
Zu Simon: Simon ist 20 Jahre alt und Abiturient aus dem Rheinland. Er ist ein absoluter Familienmensch. Fotografieren und Reisen sind seine größten Hobbys.