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Kontoauszüge geben einen Überblick über die Bewegungen auf dem Girokonto und dienen als Nachweis für geleistete Zahlungen. Doch wie lange muss man sie überhaupt aufheben – und was ist heute die praktischste Art der Aufbewahrung?

Noch bis vor ein paar Jahren sah ein Kontoauszug immer so aus: Ein Blatt Papier im DIN-lang-Format, auf das in der Regel höchstens drei bis vier Buchungen gepasst haben. Bei einem ganz normal genutzten Girokonto sind auf diese Weise Monat für Monat locker sechs, acht oder noch mehr Blätter im schmalen Format zusammengekommen. Ordentlich mit Hilfe von Heftstreifen oder in speziellen Kontoauszug-Ordnern abgelegt wuchs der Blätterstapel im Laufe der Zeit zur Gestalt eines Backsteins aus Papier an. Solche „Bauklötze“ waren aber weder schön noch praktisch zum Verstauen.

Inzwischen gibt es bessere Möglichkeiten, Kontoauszüge aufzubewahren, als Papierklötze wachsen zu lassen. Doch wie lange muss man seine Kontoauszüge als Privatperson eigentlich aufheben?

Mit vier Jahren ist man auf der sicheren Seite

Kontoauszüge müssen solange aufbewahrt werden, wie die Verjährungsfrist für „Forderungen aus haushaltsüblichen Verträgen“ dauert – dies können Überweisungen für Miete, Versicherungen oder Telefon, aber auch Einkäufe oder sonstige Zahlungsverpflichtungen sein. Eigentlich beträgt diese Frist drei Jahre, allerdings erst vom Jahresende des Kalenderjahres gerechnet, in dem die Kontobewegung stattgefunden hat. Anders gesagt: Auch wenn eine Buchung Anfang Januar erfolgt ist, berechnet man die Aufbewahrungsfrist erst vom Silvestertag desselben Jahres an. Auf der sicheren Seite ist man also, wenn man die Auszüge vier Jahre lang verwahrt.

Welche Möglichkeiten haben Bankkunden heute, Kontoinformationen zu erhalten und aufzubewahren?

Kontoauszüge: 3 Formen
  1. 1. DIN-lang-Ausdrucke in der Bankfiliale

    Die klassische Form des Kontoauszugs ist ein Auslaufmodell. Das liegt nicht nur daran, dass das DIN-lang-Papier-Format nicht gerade praktisch für die Aufbewahrung ist. Bei einigen Banken, darunter die TARGOBANK, handelt es sich bei diesen Ausdrucken nicht um Belege im rechtlichen Sinne, sondern um Umsatzinformationen. Sie dienen also nur der Kundeninformation, sind aber ungeeignet, wenn der Kunde Dritten gegenüber etwas nachweisen muss.

  2. 2. Auszüge per Post

    Rechtsverbindlich und leichter zu archivieren sind die Kontoauszüge, die Banken ihren Kunden per Post zusenden, denn sie sind heute in aller Regel im DIN A4-Format, das perfekt in normale Ordner passt. Die Auszüge werden meist vierteljährlich zugesendet. Einen zusätzlichen, besonders kundenfreundlichen Service bietet die TARGOBANK mit der Zusendung des monatlichen Finanzstatus, der nicht nur übers Girokonto informiert, sondern zum Beispiel auch über Betrag, Laufzeit und Zinssatz von Festgeldern, Salden und Zinssätzen von Sparbüchern sowie Details zu Wertpapieren. Hierfür wird eine Gebühr – 2,58 Euro pro Monat – erhoben. Interessant sind Papierausdrucke für Kunden, die Auszüge im digitalen Format nicht selbst ausdrucken können oder möchten.

  3. 3. Online-Postfach

    So praktisch wie das Online-Banking selbst ist es auch, Kontoauszüge elektronisch zu verwalten. Die meisten Banken bieten ihren Kunden den Service eines Online-Postfachs an, darunter selbstverständlich auch die TARGOBANK. Die Kontoauszüge werden monatlich und ohne weitere Kosten als PDF-Dateien für den Kunden ins Online-Postfach eingestellt. Die PDFs im DIN A4-Format können dann auf der Festplatte des eigenen PC gespeichert und nach Belieben ausgedruckt und abgeheftet werden – so behält man auch „offline“ stets den Überblick. Allgemein ratsam fürs Online-Banking sind eine aktuelle Virensoftware und eine Firewall. Mit einem geschützten PC  können Sie auch ohne Bedenken Ihre Kontoauszüge archivieren.

Vernichten und Entsorgen

Von Kontoauszügen, die mindestens vier Jahre alt sind, können Sie sich trennen. Dabei sollten Sie die Auszüge möglichst in einem Aktenvernichter „schreddern“, damit niemand Ihre Kontodaten missbräuchlich nutzen kann! Auf keinen Fall gehören unzerrissene Kontoauszüge in den Papiermüll.

Und wenn’s mal schnell gehen muss…

Eine weitere Möglichkeit, auf dem Laufenden zu bleiben, ist die kostenlose Kontenstandinfo per SMS, wie sie inzwischen viele Banken anbieten. Die TARGOBANK war übrigens eine der ersten Banken in Deutschland, die diesen Service eingeführt hat.