Für Weihnachten sitzt das Geld bei vielen besonders locker. Die Bewohner des Ruhrgebiets zum Beispiel wollen im Durchschnitt 268 Euro für Geschenke ausgeben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der TARGOBANK in den zehn größten Städten im Revier. Jeder fünfte Befragte gibt damit sogar mehr aus als im Vorjahr (20,9 Prozent).

Weihnachten gilt als das Fest des Kindes. Spielzeug steht zu Heiligabend daher weit oben auf dem Wunschzettel. Wo die Nachfrage derart groß ist, wandert entsprechend viel Geld über die Ladentheke. Das Vergleichsportal guenstiger.de hat die Preise für Lego, Playmobil oder Barbies unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sie in der Vorweihnachtszeit durchschnittlich um 10 Prozent ansteigen.

Doch nicht nur beim klassischen Spielzeug schnellen die Preise in die Höhe, auch die neuesten elektronischen Geräte werden derzeit teurer. Die Spielekonsolen von Sony, Nintendo oder Microsoft kosten in Onlineshops aktuell durchschnittlich vier Prozent mehr als üblich; nach Weihnachten steigt der Preis durchschnittlich um sechs Prozent an. Auch Preise für Tablets oder Smartphones ziehen aktuell noch einmal kräftig an. Doppelt ärgerlich: Oft bringen die Anbieter im darauf folgenden Frühjahr neue Modelle auf den Markt.

Preisverfall vor Weihnachten

Doch es gibt Hoffnung: Aussichten auf Schnäppchen haben vor allem all jene, die nicht unbedingt das neueste Produkt benötigen, sondern auch mal mit einem älteren Gerät zufrieden sind. Eine Analyse des Portals check24.de zeigt, dass die Preise von älteren Unterhaltungs- und Elektronikartikeln sinken, je näher der Heiligabend rückt. Doch nicht nur Auslaufmodelle werden günstiger. Laut der Studie von guenstiger.de fallen die Preise für Fernsehgeräte bis zum Weihnachtsfest stetig. Von August bis Oktober 2017 sank der Preis für Fernsehgeräte bereits um 13 Prozent – auch für die neuesten Modelle. Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Waschmaschinen und Kaffeemaschinen bleiben im Preis konstant – egal zu welcher Jahreszeit.

Geld und Gold als Alternativen

Wer ganz langfristig denkt und etwas Ausgefalleneres sucht, der kann auch über Silber und Gold als Weihnachtsgeschenk nachdenken. Führende Edelmetallhändler wie Degussa-Goldhandel bieten etwa Weihnachtsthaler aus Silber und Gold in unterschiedlichen Qualitäten an. Die Kosten für die guten Stücke liegen zwischen 13 und 1.500 Euro – je nach Qualität und Wert. Auch der Goldbarren im Design „Frohe Weihnachten“ ist eine Option. Für 202 Euro ist das 5 Gramm schwere Stück aus Feingold zu haben. Als Geldanlage ist Gold deshalb interessant, da der Kurs in der Regel über Jahre stabil bleibt.

Wer dem Gedränge im Kaufhaus komplett ausweichen möchte und auch das Vergleichen im Internet satt hat, der kann sich auch anders helfen. Mit Bargeld oder Gutscheinen ist man immer auf der sicheren Seite, denn erfahrungsgemäß sinken die Preise im Einzelhandel nach dem Fest innerhalb weniger Tage. So wird das Geschenk um einiges günstiger. Für Weihnachtsromantiker dürfte dies allerdings nur die allerletzte Option sein. Auf die freudigen Gesichter beim Auspacken der Päckchen muss man an Heiligabend dann leider verzichten.