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Kröten, Asche, Mäuse – im Deutschen gibt es viele Bezeichnungen für unser Geld. Doch wie sieht es in anderen Sprachen aus? Woher kommen eigentlich „money“, „monetas“ und Moneten? Warum nennen Australier ihre Scheine übersetzt „Hummer“? Das TARGOBANK Magazin stellt einige kuriose Bezeichnungen aus aller Welt und ihre Bedeutung vor.

Kaum ein anderes Wort im deutschen Sprachgebrauch hat derart viele – häufig umgangssprachliche – Synonyme. Wir benutzen sie völlig selbstverständlich. Aber woher kommen eigentlich zum Beispiel die Moneten?

Juno Moneta – die Herrin des Geldes

Der Begriff „Moneten“ hat einen göttlichen Ursprung: Die erste Münzstätte, in der Geld hergestellt wurde, befand sich in unmittelbarer Nähe des Tempels der römischen Staatsgöttin Juno Moneta. Sie wurde daher zum Symbol für das Zahlungsmittel: Auf einigen der dort geprägten Münzen war ihre Büste abgebildet. Aus dem lateinischen Begriff „moneta“ entwickelte sich dann zunächst die deutsche „Münze“, im 18. Jahrhundert in studentischen Kreisen dann die „Moneten“ – im Englischen „money“ – und entsprechende Abwandlungen in den romanischen Sprachen (ital. „monete“, span. „monetas“).

Ohne Moos nichts los

Die Deutschen sind dafür bekannt, dass sie nicht gern über Geld sprechen. Genau aus dem Grund haben sich viele Synonyme entwickelt. Viele davon sind schlichtweg Übersetzungen aus anderen Sprachen: „Kröten“ stammen von dem niederländischen „groten“ (für „Groschen“), „Moos“ und „Mäuse“ leiten sich von dem hebräischen Wort mâ’ôth („Münze“) ab und auch „Pinke“ sowie „Pinkepinke“ sind hebräisch („pinka“) und bedeuten „Geldbeutel“.

„Kohle haben“ ist auf eine Redewendung aus dem 18. Jahrhundert zurückzuführen, nämlich „der Schornstein muss rauchen“, was so viel bedeutet wie „ohne Geld kann man nicht leben“. Der Brennstoff liefert den Menschen Wärme und Energie zum Leben.

„Hast du mal ‘nen Groschen?“ – „Excuse me?“

Nicht-Muttersprachler haben so ihre Probleme mit diesen deutschen Ausdrücken. Andersherum geht es auch vielen Deutschen ähnlich, wenn sie sich im Ausland aufhalten. Was meinen die Griechen häufig auch, wenn sie von „Servietten“ reden? Warum verlangt ein Bankräuber in Österreich „Maries“? – Wir geben ein paar Insider-Tipps, mit denen Sie im nächsten Urlaub auftrumpfen können.

Eine Geld-Reise rund um die Welt:
  1. 1. Ägypten

    Hasen bringen Glück – zumindest in Ägypten. Ihre Eine-Million-Pfund-Scheine nennen die Ägypter daher „Hasen“. Wenn das unser TARGOBANK Hase Moppel erfährt…

  2. 2. Australien

    Hummer, Ananas und Grashüpfer – alle drei leuchten in den knalligen Farben rot, gelb und grün. So nennen die Australier am anderen Ende der Welt auch ihre Dollar Scheine, die man übrigens nicht zerreißen kann.

  3. 3. China

    Der berüchtigte Sack Reis in China hat tatsächlich eine wichtige Bedeutung. Denn „mi“, wie Reis, nennen die Chinesen ihr Geld.

  4. 4. Frankreich

    Die Franzosen nennen ihr Geld „blé“ („Getreide“) – weil beides überlebenswichtig ist.

  5. 5. Griechenland

    Zu Tisch! In Griechenland werden große Geldscheine als „Petzetakia“ („Servietten“) bezeichnet. In diesem Sinne: καλή όρεξη! („Guten Appetit!“).

  6. 6. Jordanien

    Ägypten, das Land der Pharaonen, galt schon immer als sehr wohlhabend. Daher nennen die Jordanier ihre Geldscheine „masari“, also „Ägypter“.

  7. 7. Kuba

    Geld ist eine verschlungene Angelegenheit in Kuba: Nach der Schlingpflanze „Gwankiki“ ist das Geld dort benannt. Denn auch Münzen und Scheine können Menschen umgarnen.

  8. 8. Mexiko

    Ein kuscheliger Wollpullover wärmt und verspricht Sicherheit. Kein Wunder, dass die Mexikaner ihr Geld „lana“ (im Deutschen „Wolle“) nennen.

  9. 9. Mosambik

    Backe, backe…Taler? In Mosambik werden Scheine und Münzen „Teig“ genannt – in der Hoffnung, dass sich das Geld ordentlich vermehrt und „aufgeht“.

  10. 10. Österreich

    Goldmarie – für die Österreicher ein doppelt wertvoller Name. Nach der historischen Silbermünze, die das Antlitz der Kaiserin Maria-Theresia zierte, nennen sie heute die Euro-Münzen liebevoll „Maries“.

  11. 11. Ruanda

    „Money, money, money must be funny“- besonders in Ruanda. “Bitshekesa” (“etwas, das einen zum Lachen bringt”) lautet dort eine Bezeichnung für Geld. Die 5000-Francs-Note wird in Anlehnung an die pflaumenrote Farbgebung „Pflaume“ genannt.

  12. 12. Schweiz

    Ameisen werden Schweizer Banknoten genannt – nach den alten 1000-Franken-Scheinen, auf denen eine Ameise abgebildet war.

  13. 13. Slowenien

    Tausender Banknoten, egal welcher Währung, werden hier einfach „Jur“ (umgangssprachlich für „Georg“) genannt. Vor 1945 gab es im damaligen Königreich Jugoslawien einen 1.000 Dinar Schein, auf dem der Heilige Georg (Sveti Jurij), abgebildet war. Die Bezeichnung hat sich bis heute auch nach drei Währungswechseln (Dinar, Tolar, Euro) in der Bevölkerung gehalten.

  14. 14. Tschechien

    Geld kommt und geht – und wird in Tschechien daher „prachy“ („Staub“) genannt – weil es schnell zu solchem zerfällt.

  15. 15. USA

    Wildfelle dienten für unsere Vorfahren nicht nur als wärmender Umhang, sondern auch als Handelsware. Deshalb nennen die Amerikaner ihr Geld noch immer „bucks“ von „buckskin“ („Wildfelle“).