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Bargeld ist schnell und einfach, man kann jederzeit und überall damit bezahlen. Stimmt das? Nicht ganz. Für Münzen gibt es ein paar Einschränkungen. Dabei horten die Deutschen laut einer aktuellen Erhebung über 15 Millionen davon bei sich zu Hause. Wie wird man die wieder los? Und auch wer mit Scheinen bezahlt, muss einige Regeln beachten.

In den USA hat Anfang des Jahres ein Bürger seine Steuerschulden in 300.000 Ein-Cent-Münzen beglichen. Der Mann hatte Ärger mit der KfZ-Behörde in Virginia gehabt und brachte das Geld in fünf Schubkarren zur Kasse. Die Beamten mussten das Geld annehmen und Überstunden machen, um es zu zählen.

Hierzulande hätte er keine Chance, da es in Deutschland eine gesetzliche Obergrenze gibt. Niemand ist verpflichtet, mehr als 50 Münzen zu akzeptieren – alles was darüber hinausgeht, ist eine Sache der Kulanz. Auch für Sammlerstücke gelten Sonderregelungen: Für deutsche 10-Euro-Sondermünzen gilt eine maximale Anzahl von 20 Münzen, beziehungsweise ein Höchstbetrag von 200 Euro pro Zahlung.

Wohin mit all den Münzen?

Doch auch im Alltag können Münzen nerven. Fast jeder ist irgendwann in der Situation, dass sich Mengen an Kleingeld angesammelt haben. Das Geld nach und nach auszugeben, ist mühsam und das gute alte Sparschwein ist ebenfalls bis zum Rand gefüllt und wartet seit Wochen darauf, „geschlachtet“ zu werden. Laut einer aktuellen Erhebung horten die Deutschen derzeit Cent-Münzen im Wert von zusammengerechnet 220 Millionen Euro zu Hause – ein stolzer Wert. Wohin also mit dem Kupfergeld? Die einfachste Möglichkeit ist, das Geld zur Bundesbank zu bringen. Jeder Bürger kann seine Euro- und Euro-Cent-Münzen in beliebiger Stückzahl bei deren Filialen gegen Banknoten eintauschen. Auch die Hausbank nimmt das Kleingeld entgegen, allerdings müssen Kunden damit rechnen, dass Gebühren anfallen.

Ein Eis mit einem Hunderter bezahlen?

Anders als Münzen sind Euro-Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel in unbegrenzter Höhe einsetzbar. Die verwendeten Scheine sollten allerdings in einem angemessenen Verhältnis zum Preis der Ware oder Dienstleistung stehen. Ein Café muss also keine 100-Euro-Note annehmen, wenn man nur eine Kugel Eis oder ein Stück Kuchen kauft. Kann der Verkäufer glaubhaft versichern, dass ihm das Wechselgeld fehlt, kann er die Annahme eines Scheins mit hoher Stückelung verweigern. Auch große Geldscheine im Wert von 200 oder 500 Euro können von Supermärkten abgelehnt werden. In diesem Fall müssen die Geschäfte die Kunden jedoch gut sichtbar auf diese Einschränkung hinweisen.

Doch nicht nur beim Einkauf ist Vorsicht geboten. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, der sollte ebenfalls darauf achten, das passende Geld dabei zu haben. Es kann vorkommen, dass Fahrkartenautomaten Geldscheine, die ein Vielfaches über der zu bezahlenden Summe liegen, nicht annehmen. Wer zum Beispiel ein Ticket für weniger als 9,90 Euro kauft, kann dies nicht mit einem 20 Euro-Schein bezahlen, 50-Euro-Scheine werden erst ab einem Preis von 24,90 Euro akzeptiert.

Was tun, wenn der Münzautomat streikt?

Auch wer mit dem Auto einen Parkplatz in der Innenstadt sucht, der kann eine böse Überraschung erleben. Der Parkscheinautomat sollte eigentlich alle Münzen annehmen. Das tut er aber nicht immer. Mitunter sind die elektronischen Münzprüfer so eingestellt, dass Geldstücke, die leicht von der Norm abweichen, durchfallen. Gibt es in der Nähe noch einen weiteren Automaten, muss dort das Ticket gezogen werden.

Anders sieht es aus, wenn es keine Alternativen gibt. Dann kommt es darauf an, ob der Automat nur eine bestimmte Münze nicht schlucken will oder ob er komplett defekt ist. Ist Ersteres der Fall muss man sich passendes Kleingeld oder einen anderen Parkplatz suchen. Laut eines Urteils des Oberlandesgericht Hamm aus dem Jahr 2005 müssen Autofahrer dafür sorgen, ausreichend Kleingeld bei sich zu haben. Für Vielfahrer immerhin eine gute Option, die angesammelten Münzen loszuwerden.