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Worauf kommt es beim Sparen an? Wie gehe ich mit der aktuellen Niedrigzinsphase um? Jens Hansen, Leiter Vermögensberatung bei der TARGOBANK in Bremen, gibt regelmäßig Geldanlage- und Investmenttipps.

Was Sparer zum Jahresende beachten müssen

Bremen, 5. November 2017

Der Weihnachtstrubel kommt jedes Jahr früher als gedacht, daher sollten Sparer sich rechtzeitig mit Ihren Finanzen beschäftigen. Überprüfen Sie Ihre Freistellungsaufträge. Sind die vom Steuerabzug frei gestellten Beträge auf Konten und Depots bestmöglich aufgeteilt? Falls nicht, ist eine neue Verteilung durchaus sinnig, vor allem bevor die ersten Kapitalerträge des neuen Jahres gutgeschrieben werden.

Überprüfen Sie auch Ihre Zinserträge: Vielfach gibt es aufgrund des aktuellen Niedrigzinses nur wenig Zinsen auf Sparbuch, Tagesgeld und Co. Gerade jetzt  lohnt sich die Überlegung zum Beispiel in Aktien zu investieren. Für den längerfristigen Vermögensaufbau sind unter anderem Fondssparpläne gut geeignet, weil so das Risiko breit gestreut wird und auch kleinere Anlagesummen über verschiedene Anlageklassen verteilt werden können. Es empfiehlt sich ein Termin bei Ihrer Hausbank, um gemeinsam über die individuell richtigen Anlagemöglichkeiten zu sprechen.

Finanztipps: Archiv 2017
  1. 1. Ab an die Börse – Aber wie? (1. Oktober 2017)

    Inzwischen haben viele Sparer erkannt, dass sie bei Sparbuch, Tagesgeld und Co. kaum noch Zinsen erhalten. Mitunter werden die niedrigen Renditen sogar von der Inflation aufgezehrt. Deshalb schauen sich Sparer nach Alternativen um. Früher oder später blicken sie auch in Richtung Börse — doch die Wertpapierwelt ist für viele immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Wie kann man sein Geld vernünftig und gewinnbringend anlegen?

    Zunächst einmal ist es ratsam, sich einen Überblick zu verschaffen: Was genau möchte ich durch meine Anlage erreichen? Wie viel Kapital habe ich insgesamt zur Verfügung und welche Summe kann und will ich anlegen? Bin ich eher risikoscheu oder will ich etwas mehr wagen? Wie lange möchte ich mein Geld anlegen? Dabei sollte auch beachtet werden, dass immer ein Puffer für ungeplante Ausgaben zurückgehalten wird. Hat der Kunde diese Fragen für sich beantwortet, empfiehlt es sich, dass er einen Beratungstermin mit einem Finanzexperten bei seiner Hausbank vereinbart. Kunde und Berater können hier gemeinsam die passende Anlagestrategie erarbeiten.

  2. 2. Sachwerte als Investition (3. September 2017)

    Wenn das Ersparte auf Sparbuch oder Tagesgeldkonto kaum noch Zinsen einbringt, suchen viele Anleger nach Alternativen. Dabei steht nicht nur die Rendite im Vordergrund, sondern auch die Sicherheit der Anlage. Immobilien bieten als Sachwert eine gute Möglichkeit – allerdings hat der derzeitige Boom des „Betongolds“ auch Grenzen. Die Preise sind vielerorts aufgrund der hohen Nachfrage bereits stark gestiegen. Ein Haus oder eine Wohnung als Geldanlage ergibt aber nur Sinn, wenn der Käufer davon ausgehen kann, dass der Wert auch in Zukunft noch steigen wird.

    Auch Aktien bieten als Sachwertinvestition gute Möglichkeiten, das Ersparte gewinnbringend anzulegen. Mit der gezielten Auswahl von Wertpapieren wie Investmentfonds oder Indexfonds – auch ETF genannt – können Anleger regelmäßige Erträge generieren und die Renditechancen der Aktienmärkte nutzen. Die genaue Anlagestrategie hängt von den persönlichen Zielen des Anlegers sowie von Kapital, Zeitraum und individueller Risikobereitschaft ab. Hier empfiehlt sich eine Beratung durch einen Anlageexperten bei der Hausbank.

  3. 3. Die Vorsorgelücke schließen (6. August 2017)

    Die private Altersvorsorge gehört zu den Grundpfeilern der Finanzplanung. Denn ohne Vorsorge kann der gewohnte Lebensstandard im Alter oft nicht gehalten werden. Daher sollte die Altersvorsorge auf mehrere Standbeine verteilt werden – und zwar so früh wie möglich. Denn: Versäumte Vorsorge kann später nur schwer nachgeholt werden. Aus diesem Grund sollten neben der staatlichen Rentenkasse auch andere Instrumente – wie klassische Rentenversicherungen, Index-Policen oder fondsgebundene Vorsorgeverträge – in Betracht gezogen werden. Letztere stellen sowohl eine Altersvorsorge als auch eine Kapitalanlage dar.

    Am Anfang sollte zunächst eine sorgfältige Analyse der bestehenden Altersvorsorge stehen – im besten Fall gemeinsam mit einem Experten wie einem Finanzberater bei der Hausbank. Hier sollte vor allem bedacht werden, welche Ausgaben im Ruhestand vorauszusehen sind. Welche Art der Vorsorge schlussendlich geeignet ist, hängt sowohl von der individuellen Situation als auch von den Zukunftsplänen sowie dem Alter des Kunden ab.

  4. 4. Mit Geduld Renditen erzielen (2. Juli 2017)

    Eines ist klar: Ohne Vorkenntnisse mit Aktien das schnelle Geld machen ist unrealistisch. Wer jedoch langfristig sein Vermögen vermehren möchte, sollte ein Investment in Wertpapiere in Betracht ziehen. Vor allem bei breit gestreuten Anlagen und größeren Anlagezeiträumen wird das Verlustrisiko deutlich minimiert. So können auch eventuelle Kursschwankungen ausgeglichen werden.

    Sich als Neuling im Wertpapiermarkt zurechtfinden ist nicht einfach. Ein individueller und fundierter Fahrplan, der auf die eigene Risikobereitschaft, die persönlichen Lebensziele und das vorhandene Kapital ausgerichtet ist, sollte gemeinsam mit einem Berater bei der Hausbank erstellt werden. Wer den Aktienmarkt nicht stets im Auge halten will, greift entweder auf Mischfonds zurück oder legt über eine breit aufgeteilte Anlagestruktur an, die sowohl aktiv gemanagte Fonds als auch ETFs (börsengehandelte Indexfonds) beinhalten kann. Auch hier kann ein Anlageberater den passenden Weg zeigen.

  5. 5. Verliebt, verlobt, verheiratet: Finanztipps für Paare (4. Juni 2017)

    Mai und Juni sind bekanntermaßen die beliebtesten Monate zum Heiraten. Ob frisch vermählt oder schon lange ein Ehepaar: Verheiratete und Verpartnerte haben zahlreiche Möglichkeiten, finanzielle Vorteile geltend zu machen. Beispielsweise durch die gemeinsame Nutzung des Sparer-Pauschbetrags von insgesamt 1.602 Euro pro Jahr oder indem sie Versicherungen zusammenlegen beziehungsweise erweitern. So können unter anderem Rechtschutz-, Privathaftpflicht- und auch Hausratversicherungen gemeinsam geführt werden.

    Steuervorteile können Partner ebenfalls nutzen – bis zu 500.000 Euro können sie sich steuerfrei schenken oder vererben. Über das Ehegatten-Splitting sollte in jedem Fall nachgedacht werden, wenn ein Partner mehr verdient als der andere. Auch der gemeinsame Vermögensaufbau ist zu beachten: Aufgrund der derzeitigen Niedrigzinslage sollte dabei der Fokus auf Anlagen und Investmentplänen liegen. Dazu empfiehlt sich ein Beratungstermin bei der Hausbank.

  6. 6. Aktien als Anlage: Das sollten Sie beachten (7. Mai 2017)

    Wer Vermögen aufbauen möchte, kommt an Aktienanlagen kaum vorbei. Weil diese nicht ohne Risiko sind, sollten Anleger ein paar Regeln beachten:

    1. Legen Sie nur dann Geld in Aktien an, wenn dieses langfristig entbehrt und auch eventuell auftretende Kursverluste verkraftet werden können.
    2. Minimieren Sie das Verlustrisiko und streuen Sie Ihre Investitionen breit –, etwa mit Aktienfonds – anstatt nur auf die Aktie eines Unternehmens zu setzen.
    3. Lassen Sie Ihre Aktienanlagen ruhig etwas liegen, denn diese versprechen vor allem erst auf lange Sicht hohe Rendite. Wer hektisch auf jede tagesaktuelle Nachricht reagiert und ständig Aktien kauft und verkauft, erzielt oft nicht den gewünschten Gewinn, wohl aber hohe Kosten.
    4. Lassen Sie sich beraten – dafür empfehlen sich besonders die Beratungsangebote der eigenen Hausbank. In einem ausführlichen Gespräch besprechen Sie dann unter anderem auch Ihre Risikobereitschaft und Ihre Anlagemöglichkeiten.
  7. 7. Langfristig investieren (2. April 2017)

    In Zeiten anhaltend niedriger Zinsen gibt es höhere Renditen nicht ohne Risiko. Viele Sparer suchen trotzdem nach einer Möglichkeit, ihr Geld möglichst gut anzulegen. Für sie können Investmentsparpläne eine sinnvolle Alternative sein. Ihr Vorteil: Auch geringe Geldbeträge können breit gestreut in Aktien, Anleihen und Immobilien angelegt werden. Das reduziert Verlustrisiken und bringt auf lange Sicht eine gute Rendite.

    Natürlich unterliegen Wertpapiere auch Marktschwankungen – dies birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Für diejenigen, die risikoärmer investieren wollen, sind zum Beispiel Vermögensmanagementfonds innerhalb eines Investmentsparplans eine gute Alternative. Investmentsparpläne eignen sich vor allem für einen langfristigen Vermögensauf- und -ausbau. Um zu investieren, müssen Sparer aber keine Börsenprofis sein oder ein großes Vermögen haben. So eignen sich auch kleine Beträge ab 25 Euro als Baustein für den Sparplan. Beratung und Unterstützung bei der Eröffnung eines Depots und der Auswahl der richtigen Fonds finden angehende Anleger bei ihrer Hausbank.

  8. 8. Geldanlage für Studenten (5. März 2017)

    Mit der Aufnahme eines Studiums beginnt für viele Erstsemester ein neuer Lebensabschnitt. Viele von ihnen sind erstmalig auch finanziell auf sich allein gestellt. Da das Geld im Studium meist knapp ist, denken nur wenige Studierende über eine Geldanlage nach – dabei kann die sich auch mit kleinsten Summen langfristig lohnen. Dafür infrage kommen beispielsweise Investment-Sparpläne, mit denen man flexibel bleibt, da es keine festen Laufzeiten gibt. Außerdem kann der Sparbetrag jederzeit erhöht, reduziert oder in knappen Zeiten auch mal ausgesetzt werden.

    Wer größere Geldbeträge anhäufen kann, etwa durch Ferienjobs, für den kommt womöglich auch eine feste Geldanlage in Frage. Beliebt sind sogenannte Exchange Traded Funds, kurz ETFs, als spezielle Form der Investmentfonds. Sie bilden die Wertentwicklung eines Börsenindex wie des DAX exakt ab – gewinnt der DAX drei Prozent hinzu, gewinnt auch der ETF drei Prozent – und sind zudem auch günstig für die Anleger. Weniger geeignet sind Spar- oder Tagesgeldkonten, weil die kaum Rendite bringen. Und wer sein – wenn auch bescheidenes – Vermögen zu Hause hortet, der verschenkt sogar Geld.

  9. 9. Vom Fondsmix profitieren (5. Februar 2017)

    Da die Entwicklungen an den Märkten immer komplexer werden und nur schwer vorhersehbar sind, sollten Anleger das Ausfallrisiko einzelner Aktien reduzieren, indem sie die Anlagesumme auf viele Einzelwerte verteilen. Indexfonds, auch Exchange Traded Funds (ETFs) genannt, sind aufgrund ihrer günstigen Kostenstruktur besonders dazu geeignet. Ihr Vorteil: Da sie einen Index wie zum Beispiel den Dax nachbilden und dafür kein arbeitsintensives Fondsmanagement
    nötig ist, sind die Verwaltungsvergütungen deutlich niedriger als bei Investmentfonds, die von einem Fondsmanager beobachtet, kontrolliert und je nach Marktsituation und Investmentziel angepasst werden. Außerdem fällt in der Regel kein Ausgabeaufschlag an.

    Es sollte jedoch bedacht werden, dass keine höheren Gewinne als der Durchschnittswert des abgebildeten Indexes realisiert werden können. Tipp: Kombinieren Sie ETFs mit Investmentfonds, um die Vorteile einer risikoarmen Geldanlage mit der Option auf überdurchschnittlich hohe Gewinne verbinden zu können. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrer Hausbank beraten.