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© Little Flowers of China
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Der von TARGOBANK Mitarbeitern gegründete Verein Wundertaler e.V. spendet in diesem Jahr an Little Flowers of China. Die Hilfsorganisation kämpft für ein besseres Leben kranker Heimkinder in China.

Bringen Eltern ein schwerkrankes Kind zur Welt, bedeutet das stets Leid, große Sorge – und eine immense Belastung. Geschieht dies in China, erwächst daraus außerdem eine existenzielle Bedrohung der gesamten Familie. Denn kaum jemand ist hier krankenversichert, und die Behandlungs- und Operationskosten für ein Kind belaufen sich schnell auf das Zwanzigfache des Familienjahreseinkommens.

Diese Not lässt Eltern eines mit offenem Rücken oder gespaltener Lippe geborenen Babys das Aussetzen des Kindes als einzigen Ausweg erkennen. „Sie hoffen, dass das Kind in einem Heim zumindest die Chance hat zu überleben“, erklärt Jana Schmidt, Gründerin von „Little Flowers of China“. Die Hilfsorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, kranke Heimkinder mit solch einem Schicksal zu unterstützen. Gleichzeitig will der Verein die Lage betroffener Eltern verbessern, damit sie sich nicht mehr gezwungen sehen, die Kinder auszusetzen.

Jana Schmidt engagiert sich für Heimkinder in China.

Jana Schmidt mit einem Heimkind in Peking

Versorgung aus der Ferne

In den rund 30 Einrichtungen, die in ganz China unterstützt werden, fehlt es oft am Nötigsten. Das hat Jana Schmidt, selbst Mutter zweier Söhne im Alter von fünf und sieben Jahren, bei einem Besuch in einem Pekinger Heim aus erster Hand erfahren: „Bestimmte Kompressen zur Wundversorgung oder Windeln für Frühchen werden in China überhaupt nicht hergestellt.“ So bleibt nur die Möglichkeit, das Material in Deutschland zu besorgen – und auf möglichst günstigem Weg nach China zu bringen.

Dabei sind Ausdauer und Kreativität gefragt: Als Jana Schmidt bei einem deutschen Kompressen-Hersteller um eine Sachspende bat, tat sich erst einmal lange nichts. „Eines Tages standen dann kistenweise Kompressen vor meiner Haustür“, erinnert sich die Organisatorin mit einem strahlenden Lächeln. Trotz Sonderkonditionen eines Kurierdienstes war der Versand aus ihrer Heimatstadt in die chinesischen Heime immer noch horrend teuer. So entstand die Idee, die Windeln und Kompressen Reisenden, die nach China unterwegs sind, mit ins Gepäck zu geben. „Vor allem Geschäftsreisende haben oft große Gepäckstücke, in denen noch Platz für die Hilfsgüter ist“, erklärt Jana Schmidt. In China suchen die Reisenden entweder selbst die Heime auf oder Helfer holen das Material am Flughafen oder im Hotel ab. Durch Mundpropaganda ist inzwischen ein Netzwerk regelmäßig Reisender entstanden – „es können aber eigentlich nie genug sein“, findet Jana Schmidt.

Auch Eltern, die alles daran setzen, ein krankes Kind in der Familie zu behalten, unterstützt „Little Flowers of China“. In Zusammenarbeit mit einer Partnerorganisation entstand das Konzept, Eltern von Kindern mit gespaltener Lippe eine Box mit allem Nötigen zur Versorgung der Kleinen. Darin befindet sich unter anderem eine spezielle Fütterungsflasche und leicht verständliche Informationen, die den Eltern erläutern, wie sie ihrem Kind die richtige Pflege angedeihen lassen können.

Der Kampf gegen die Gleichgültigkeit

Bei all den leidvollen Schicksalen und der schwierigen politischen Situation sieht Jana Schmidt immer wieder etwas, das sie optimistisch stimmt: „In China findet allmählich ein Umdenken statt, hin zu mehr Miteinander.“ Inzwischen haben auch schon einige Bauern für Kinderheime gespendet.

Die unfassbare Gleichgültigkeit, durch die ein in China überfahrenes Mädchen von allen anderen einfach am Straßenrand liegen und sterben gelassen wurde – Medien berichteten 2011 darüber – veränderte für Jana Schmidt alles: „Ich hatte bis dahin gar keinen Bezug zu China. Durch diesen Schock habe ich angefangen, mich mit der Situation dort zu beschäftigen, auch wie es den Waisenkindern hier geht. Je mehr ich darüber erfahren habe, umso sicherer war ich mir: Hier zu helfen wird meine Lebensaufgabe.“

Der Mitarbeiterverein der TARGOBANK, Wundertaler e.V., unterstützt Jana Schmidt und spendete in diesem Jahr 2.000 Euro an die Hilfsorganisation. Ein großer Schritt für dieses Projekt.

Weitere Infos über Little Flowers of China: http://www.littleflowersofchina.org/