Vielleicht kennst du das aus deiner Kindheit: Du hast ein tolles neues Spielzeug bekommen und kurz darauf hat ein befreundetes Kind genau das Gleiche. Sicher kein Zufall. Klassischerweise passiert Folgendes: Du bist sauer auf das andere Kind, weil es dir etwas nachgemacht hat und gleichzeitig scheint dir das Spielzeug, das vorhin noch das großartigste überhaupt war, plötzlich gar nicht mehr so spannend. Ruckzuck hast du dir selbst durch deine negative Einstellung die Freude verdorben.

Alter schützt vor Torheit nicht

Im Rückblick kommt dir das unheimlich kindisch vor und doch praktizierst du dieses Verhalten vielleicht immer noch. Mögliches Szenario: Du hast einen coolen neuen Club entdeckt, begeistert jemand anders davon erzählt und auf einmal ist die Person dort öfter anzutreffen als du selbst. Schon ist die Location nicht mehr ganz so aufregend wie sie vor kurzem noch war. Ähnliches gilt für Urlaubsziele, neue Sportarten und so weiter. Statt dich darüber zu freuen, dass du den anderen offensichtlich auf eine super Idee gebracht hast, ärgerst du dich, dass du etwas teilen musst, das dir doch eigentlich alleine gehört. Schließlich bist du ja zuerst drauf gekommen.

Mein Traum gehört mir!

Wenn man sich schon durch solche Lappalien aus dem Konzept bringen lässt, wie sieht es dann erst bei etwas wirklich Wichtigem aus – einem echten Traum zum Beispiel? Hier muss man sich schon sehr am Riemen reißen, um nicht auf den anderen sauer zu sein oder dem „Plagiator“ sogar Vorwürfe zu machen. Wenn man nicht aufpasst, verhunzt man auf diese Weise den Traum für beide. Aber es geht auch konstruktiver.

Exklusivansprüche aufgeben

Du bist weder der erste noch der letzte Mensch, der diese Idee hatte – ganz gleich welche es sein mag. Du hast also keinen Exklusivanspruch darauf. Und wer weiß, ob du von euch beiden wirklich der erste warst? Könnte es nicht ein komischer Zufall sein? Oder könnte bei dem anderen die Idee schon lange geschlummert und nur auf die Initialzündung gewartet haben? Sicher wird dir niemand etwas böswillig nachmachen. Und selbst wenn es ein (gutwilliges) Nachmachen sein sollte, dann nimm es doch einfach als Kompliment und nicht als Affront.

Schlechtes teilen, Gutes doppeln

Wenn jemand das Gleiche vor hat wie du, hat das durchaus seine Vorteile. Du kannst dich mit dem anderen besser austauschen als mit sonst irgendjemandem. Niemand hat so viel Verständnis für deine Situation. Wenn es schlecht läuft, hast du den perfekten Tröster. Wenn es gut läuft, jemanden der sich mit dir freut.

Keine Neidereien

Wichtig ist es, keine Konkurrenzsituation entstehen zu lassen. Wenn du aus welchen Gründen auch immer langsamer vorankommst, dann nimm es deinem Ko-Träumer nicht übel. Und wenn du die Nase vorn hast, dann lass es nicht raushängen. Wenn ihr euch als Team und nicht als Konkurrenten seht, werdet ihr beide schneller an euer Ziel kommen.

Tipps weitergeben

Dazu gehört natürlich auch, dass man alles an Infos weiterreicht, was man hat. Warum sollte sich der andere die Arbeit noch einmal machen, wenn doch schon alles Nötige beisammen ist? Solltest du jedoch das Gefühl bekommen, dass alles an dir hängen bleibt, musst du das natürlich klären.

Aufgaben teilen

Wenn du Stress dieser Art schon im Vorfeld vermeiden möchtest, dann teilt die Aufgaben doch einfach unter euch auf, soweit dies möglich ist. Manche Dinge muss man selbst tun, ist schon klar. Aber wie man am Beispiel Infobeschaffung sieht, müssen nicht beide das Rad neu erfinden.

To make a long story short

Ob ein gleicher Traum platzt oder ob ihr Vorteile daraus zieht, liegt alleine bei euch. Wir drücken euch die Daumen!

 

Eure Echte Träume Redaktion