Sobald du dir einen Traum erfüllt hast, ist es keiner mehr. Wenn du dir dein Traumauto gekauft hast, dann ist es kein Traumauto mehr, sondern nur ein Auto, das du besitzt. Wenn du zu deinem Traumziel gereist bist, ist es nur noch ein Ort, an dem du mal warst. Wenn du deine Traumfrau oder deinen Traummann gefunden hast, ist es nur noch die Person, mit der du zusammen bist. Nur noch??? Spätestens beim dritten Beispiel hast du wahrscheinlich gestutzt. Dein/e Traumpartner/in ist doch immer noch dein/e Traumpartner/in, auch wenn er/sie kein Wunschtraum mehr, sondern Realität ist. Und damit sind wir schon beim Knackpunkt: Ob ein Traum mit seiner Erfüllung aufhört, ein Traum zu sein, liegt ganz bei einem selbst.

Ein Buch mit unendlich vielen Seiten

Stell dir deinen Traum wie ein Buch vor, bei dem während des Lesens immer weitere Kapitel geschrieben werden. Nämlich von dir. Das Buch bleibt spannend, weil du selbst das Ende noch nicht kennst. Wenn du also deinen Traum in „Kapitel“ unterteilst, dann kannst du Zwischenerfolgserlebnisse feiern, die deine Motivation aufrechterhalten. Und zugleich ist das Ende eines Kapitels nicht das Ende des Traums. Denn du denkst während jeder „kleinen“ Traumerfüllung schon über deine nächsten Etappenziele nach. So bekommt der Traumerfüllungsblues keine Chance.

Deine Erinnerungen wach halten

Da wir schon beim Thema Schreiben sind: Wenn ein Traum wirklich fürs Erste beendet sein sollte, wie zum Beispiel eine Weltreise, dann halte die Erinnerungen für dich und andere fest. Du kannst einen Blog schreiben, in dem du deine Erlebnisse mit anderen teilst. Diesen kannst du auch fortführen, wenn deine Weltreise schon vorbei ist. Denn das Reisen wirst du ja kaum komplett aufhören. Es werden weitere Ziele hinzukommen und wer weiß, vielleicht ergibt sich daraus auch etwas ganz Neues …? Du könntest eine Art Traumcoach werden für andere. Um beim Beispiel Weltreise zu bleiben: Du könntest anderen dabei helfen, sich diesen Traum wahr zu machen. So erlebst du deinen eigenen Traum immer wieder aufs Neue.

Über das Ziel hinaus

Wenn man ein ganz fixes Traumziel endlich erreicht hat, zum Beispiel ein sportliches (Ich möchte den Marathon X laufen), ist oft die Luft (und die Lust) raus. Wozu jetzt noch das konsequente Training, wenn ich das, was ich unbedingt wollte, doch schon geschafft habe? Besser du hast während des Hinarbeitens auf Punkt A schon Punkt B im Visier. Wenn du dir dazu gleich von Anfang an jemand ins Traumboot holst, geht es noch einfacher, am Ball zu bleiben.

Auch mal gut sein lassen

Das soll jetzt nicht heißen, dass du von einem Traumziel zum nächsten hecheln sollst. Gönn dir auch (bewusste!) Pausen, in denen du deinen Erfolg genießen kannst. Diese Belohnungen darfst oder musst du dir sogar schenken. Allerdings sollten die Pausen vorab geplant und nicht mit open end sein. Denn wenn alles nur so vor sich hinplätschert, kann sich der Traumerfüllungsblues doch noch einschleichen.

Hilft alles nichts!

Wenn dich trotz aller Bemühungen der Blues packt, dann könnte es auch daran liegen, dass du zwar etwas Großes erreicht, aber dir keinen echten Traum erfüllt hast. Dass dein Traumziel nur für eine tiefe Sehnsucht stand, die sich auf diesem Wege gar nicht erfüllen lassen konnte. Denk darüber nach, warum du dich eigentlich von diesem Traum so angezogen gefühlt hast, was du dir davon erhofft hast und ob es tatsächlich eingetreten ist. Vielleicht stellst du fest, dass deine echten Träume ganz andere sind. Dann nichts wie zurück auf „Los“!

 

Deine Echte Träume Redaktion