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Online-Banking ist populär und gehört daheim und unterwegs bei immer mehr Menschen in Deutschland zum Alltag: Man kann bequem den Kontostand, das Wertpapierdepot und Geldeingänge überprüfen, Überweisungen vornehmen und Daueraufträge einrichten. Trotzdem haben Teile der Bevölkerung immer noch Bedenken bezüglich der Sicherheit ihrer Daten und ihres Geldes im Netz. Dabei sind die Sicherheitsstandards höher denn je.

Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom nutzen 51 Prozent der 16- bis 74-Jährigen diesen Service, der EU-Durchschnitt liegt bei 46 Prozent. Von Quoten wie in Island oder Norwegen ist man hierzulande allerdings noch weit entfernt – in diesen Ländern erledigen 90 Prozent und mehr ihre Bankgeschäfte bereits online. Dass nicht noch mehr Menschen Online-Banking betreiben, dürfte vor allem an der Furcht vor Betrug und Missbrauch liegen. Laut einer Studie des GfK Vereins gaben fast 40 Prozent der Befragten an, diese Angst zu haben. Sicherheit und Datenschutz sind deshalb die wichtigsten Anforderungen der Verbraucher an Banking-Angebote im Netz.

Sicherheitsstandards sind so hoch wie noch nie

„Die Sicherheitsstandards beim Online-Banking werden von den Banken stetig weiterentwickelt“, sagt etwa Ates Demir, Direktor Internet und Mobiles Banking bei der TARGOBANK. Zusätzlich zur systemseitigen Absicherung sämtlicher Transaktionen und zu regelmäßigen Sicherheitstests gebe es für entsprechend registrierte Kunden bei der TARGOBANK auch eine Online-Sicherheits-Garantie. „Das bedeutet, dass Geldbeträge, die durch Missbrauch der Zugangsdaten durch Dritte unrechtmäßig vom Girokonto verfügt wurden, erstattet werden“, so Demir.

Ein Konto-SMS-Service bietet zusätzliche Sicherheit: Dabei wird der Kunde über bestimmte Bewegungen auf dem Konto, bei Betragsanfragen auf der Kreditkarte oder anfallende Zinsen für die eingeräumte Kontoüberziehung (Dispo-Zinsen) innerhalb von Minuten benachrichtigt und kann Verdachtsfälle direkt an seine Bank melden.

Immer mehr Transaktionen werden heute über das Smartphone durchgeführt. Für das mobile Banking bietet jeder Finanzdienstleister Apps, um dessen Dienstleistungen auch unterwegs nutzen zu können.

Auch in dem Bereich der Legitimationsverfahren hat sich viel getan. Einfach und sicher kann man seine Bankgeschäfte etwa mit der „easyTAN“ der TARGOBANK erledigen. Beim Online-Banking auf dem Desktop erhält der Kunde eine Aufforderung zur Bestätigung seiner Transaktion aufs Smartphone. Er prüft und genehmigt diese mit einem von ihm gewählten Freigabecode. Die Freigabe wird an den Banking Server übermittelt und die Transaktion im Online-Banking ausgeführt.

Sicher online bezahlen

Mutter und Tochter am Laptop beim Online-Shopping mit paydrirekt

Sicherer, direkter, paydirekt: der neue Bankenstandard fürs Online-Bezahlen. © JackF – Fotolia.com

Beim Online-Shopping bietet sich die Kreditkarte an. Denn bei Verlust, Diebstahl oder Missbrauch besteht bei sofortiger Sperrung der Karte in der Regel keine Kundenhaftung. Für einen sicheren Umgang mit der Kreditkarte im Internet setzen immer mehr Online-Händler auf den Sicherheitsstandard 3D-Secure. Wenn ein Kunde bei einem Internethändler einkauft, der für 3D-Secure zertifiziert ist, öffnet sich beim Bezahlvorgang eine Seite der TARGOBANK, auf der er aufgefordert wird, seine Transaktion durch Eingabe einer TAN zu autorisieren. Eine separate Registrierung und die Vergabe eines Passwortes für das 3D-Secure Verfahren ist nicht mehr notwendig.

Mit paydirekt haben die deutschen Banken und Sparkassen zudem mittlerweile ein äußerst sicheres Online-Bezahlverfahren entwickelt. Damit können Kunden ihre Online-Einkäufe einfach und direkt von ihrem Girokonto bezahlen – ganz ohne Drittanbieter.

Einfache Regeln schützen vor Betrug und Missbrauch

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, sich vor Betrug und Missbrauch im Online-Banking zu schützen: So können die Kunden zum Beispiel durch die Herabsetzung ihres täglichen Überweisungslimits und die regelmäßige Information über aktuelle Betrugsversuche eine eigene Betrugsvorsorge leisten. Darüber hinaus prüft die Bank systemseitig alle Transaktionen des Kunden im Online-Banking. Verdächtige Fälle werden von der Betrugsabteilung manuell geprüft und bei Bedarf mit dem Kunden geklärt. Sollte eine Transaktion Folge eines Betrugs sein, kann diese meist noch zurückgebucht oder storniert werden.

Tipps für sicheres Online-Banking
  1. 1. Passwörter

    Regelmäßig Benutzernamen, Passwörter und PIN ändern.

  2. 2. Schutz für den PC

    Regelmäßig das Betriebssystem auf dem PC aktualisieren und den PC durch ein zuverlässiges und sich regelmäßig aktualisierendes Antivirenprogramm und eine Firewall schützen.

  3. 3. Öffentliche Computer

    Keine öffentlich zugänglichen Computer zum Online-Banking nutzen.

  4. 4. Eigene Daten schützen

    Persönliche Daten nur über vertrauenswürdige Webseiten weitergeben.

  5. 5. Keine Daten weitergeben

    Nie Benutzernamen, Passwort, PIN oder TAN per E-Mail versenden oder auf der Festplatte speichern.

  6. 6. Unbekannte Absender

    E-Mails von unbekannten Absendern kritisch prüfen und im Zweifelsfall ungeöffnet löschen.

  7. 7. Links prüfen

    Auch bei E-Mails von bekannten Absendern vor Aufruf eines eingebetteten Links dessen Ziel-Adresse prüfen.

  8. 8. Konto checken

    Regelmäßig Kontobewegungen prüfen.

  9. 9. Logout

    Jede Online-Banking Sitzung mit dem „Logout“-Button beenden.