Eine der beliebtesten Betrugsmaschen beim Gebrauchtwagenverkauf ist der sogenannte Scheck-Trick. In ähnlicher Form wird dieser auch bei anderen Geschäften – zum Beispiel bei der Vermietung von Ferienwohnungen – genutzt. Die Masche funktioniert beim Autokauf wie folgt: Der Betrüger, der oftmals mit einer ausländischen E-Mail-Adresse agiert, kontaktiert den Verkäufer, heuchelt Interesse vor und gibt ein Kaufangebot zu einem verlockenden Preis ab. Wird man sich einig, bietet er dem Autoverkäufer an, per Scheck zu bezahlen. Der Scheck kommt auch beim Verkäufer an – weist aber einen deutlich höheren Betrag als den eigentlich vereinbarten Fahrzeugkaufpreis auf. Der Betrüger macht den Verkäufer auf den vermeintlichen Fehler auf seinem Scheck aufmerksam und bittet darum, ihm den überschüssigen Betrag doch der Einfachheit halber über ein Bargeldtransferunternehmen oder per Auslandsüberweisung zurückzuerstatten. Das Problem dabei: Der Scheck ist gefälscht oder ungedeckt, und der Verkäufer sieht den Betrag, den er überwiesen hat, nie wieder.

Die Gefahr der Masche besteht darin, dass die angeblichen Käufer meist sehr seriös wirken und ihre Anfragen in perfektem Englisch formulieren. Im „Eifer des Gefechts“ gehen deshalb viele Menschen gutgläubig auf das Angebot ein. Um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen, sollten Käufer und Verkäufer grundsätzlich Vorsicht walten lassen und sich die Zeit nehmen, ein Angebot zu prüfen. Bei Kaufpreisangeboten, die den eigentlichen Wert eines Wagens deutlich über- bzw. unterschreiten, sollten immer die Alarmglocken läuten. Gleiches gilt für den Fall, dass der Verkäufer gebeten wird, selbst Geld zu überweisen. Wenn man sich unsicher ist, ob ein Angebot seriös ist oder nicht, hilft zum Beispiel das Internet: Mit ein paar Schlagworten finden sich dort zahlreiche Artikel über bekannte Betrugsmaschen.