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Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA stehen derzeit Innovationen wie Elektromobilität hoch im Kurs. Elektromotoren sind gut für die Umwelt, doch bisher blieb der Erfolg in Deutschland aus. Was tut sich in anderen Ländern? Wie wird die Technologie gefördert? Wir stellen die wichtigsten Infos zusammen.

Sind die Tage von Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen bald gezählt? In einer Stellungnahme haben sich die Bundesländer bereits dafür ausgesprochen, solche Autos ab 2030 überhaupt nicht mehr zuzulassen. Der Grund: Die Stickoxide durch Dieselmotoren sind ebenso schwer in Griff zu bekommen wie der hohe Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid bei den Benzinern. Andere, emissionsarme – noch besser: emissionsfreie – Antriebe sollen es stattdessen richten.

Strom statt Diesel oder Benzin – so lautet in Kürze die Formel für emissionsfreie Mobilität. Tatsächlich planen laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank nur noch zwei von fünf Diesel-Fahrern die Wiederanschaffung eines Fahrzeugs mit solch einem Antrieb. Doch noch verkauft sich das Elektroauto in Deutschland zu zäh, als dass sie eine Alternative sein könnten. Gerade einmal knapp über 25.000 strombetriebene Autos waren Ende 2016 auf deutschen Straßen unterwegs. Kaum vorstellbar, dass diese Zahl bis zum Jahr 2020 noch auf eine Million hinaufschnellt, wie es sich die Politik einmal vorgestellt hat. Von Begeisterung für Elektrofahrzeuge kann in Deutschland keine Rede sein.

Staatliche Förderung für das Elektroauto als Anreiz

Schaut man über den deutschen Tellerrand, erblickt man rasch ein ganz anderes Bild. E-Mobilität formt einen internationalen Trend, und der große Star der Branche ist das Startup-Unternehmen Tesla aus Kalifornien. Schon vor Jahren löste der Elektrosportwagen „Roadster“ mit einem Top Speed von 200 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden einen wahren Hype aus.

Forsa-Umfrage: Das zukünftige Auto tankt mehrheitlich Benzin

Das Land mit den meisten Neuzulassungen von Elektromobilen in Europa ist Norwegen: Kauft ein Bürger ein Elektroauto, verzichtet der Staat auf Mehrwertsteuer und – da in Norwegen keine Autos gebaut werden – auf die stets fällige Importsteuer. Damit sind E-Autos oft billiger als konventionelle. Auch Frankreich fördert die Stromfahrzeuge massiv: Franzosen, die ein Elektroauto kaufen und gleichzeitig ihr Diesel-Fahrzeug stilllegen, erhalten eine staatliche Kaufprämie von 10.000 Euro.

Seit Sommer 2016 gibt es auch in Deutschland eine Kaufprämie. Ab dem Kauf-Stichtag 18. Mai werden Elektroautos mit bis zu 4.000 Euro und Plug-in-Hybride (siehe Kasten) bis zu 3.000 Euro gefördert. Die Hälfte der Prämie bringt der Staat auf, die andere Hälfte der Autohersteller. Die Förderung gilt nicht unbegrenzt: 1,2 Milliarden Euro stehen dafür zur Verfügung. Das entspricht 400.000 geförderten Fahrzeugen. Nach ursprünglichen Schätzungen wäre dieses Volumen bereits im Jahr 2019 aufgebraucht. Allerdings gab es bis Jahresende 2016 erst gut 9.000 Anträge. Immerhin liebäugelt laut forsa-Umfrage inzwischen jeder siebente Autofahrer mit der Anschaffung eines Hybrid-Fahrzeugs.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt möchte weitere Anreize setzen, um den Absatz von Elektroautos in Deutschland zu fördern: So bleiben Elektrofahrzeuge auf viele Jahre hin von der Kfz-Steuer befreit. Und bis Ende 2017 sollen an allen 400 deutschen Autobahnraststellen flächendeckend Schnellladesäulen zur Verfügung stehen. Immerhin hat sich die Zahl aller Stromtankstellen in Deutschland – also auch abseits der Autobahnen – von rund 3.500 im Jahr 2015 auf etwa 7.500 Anfang 2017 fast verdoppelt.

Welchen Antrieb hat das zukünftige Auto?

Ob und wie sehr sich ein Elektroauto für seinen Besitzer bereits rechnet, ist unmöglich pauschal zu beantworten. Dies hängt immer von der persönlichen Nutzung des Vehikels ab.

Knackpunkt für viele potenzielle Käufer ist die Reichweite. Deshalb versuchen die Autobauer, vor allem an dieser Stellschraube zu drehen. So ermöglicht etwa der ab Herbst 2017 ausgelieferte Opel Ampera-e laut Herstellerangaben eine Reichweite von 500 Kilometern – mit ausschließlich elektrischem Antrieb.

Außerdem arbeiten mehrere Hersteller an der Entwicklung einer neuen Generation von Lithium-Batterien mit einer höheren Energiedichte. Dieser Trend zu weniger Gewicht und höherer Kapazität wird ebenfalls zu einer Vergrößerung der Reichweiten beitragen.

Überhaupt herrscht auf dem Markt der Elektromobilität gegenwärtig eine schwer zu überblickende Dynamik. Wer hier am Ball bleiben möchte, schaut am besten regelmäßig in Portale und Blogs wie ecomento oder e-mobilität-online.

Elektroauto gegen Benziner: Für wen sich der Umstieg lohnt.

Die „Tanke“ in der eigenen Garage

Bis es wirklich flächendeckend Schnellladesäulen gibt, muss man das Aufladen seines E-Fahrzeugs selbst in die Hand nehmen. Wer eine Garage hat, kann sein E-Auto im Grunde einfach dort an die Steckdose anschließen. Allerdings sind handelsübliche Anschlüsse und Leitungen in der Regel nicht unbedingt für die Stromstärken ausgelegt, die in den Auto-Akku fließen. Außerdem ist das Ladetempo eher langsam. Daher ist es ratsam, sich für die Garage oder den Stellplatz eine leistungsfähige Ladestation installieren zu lassen.

Übrigens: Wie sauber ein Elektroauto tatsächlich ist, entscheidet der Strom, mit dem es aufgeladen wird. Weitgehend CO2-neutral kann nur das Fahren mit Ökostrom aus regenerativen Energiequellen sein. Nahezu alle Energieversorger bieten heute Ökostrom an. Wer bei seiner (elektrischen) Mobilität Wert darauf legt, tatsächlich die Umwelt zu schützen, sollte also durch die Wahl des Stromanbieters sicherstellen, dass die Energie für sein Gefährt nicht aus Kohlekraftwerken stammt.

Und es geht noch ökologischer: Wer auch noch den Flächenverbrauch einschränken möchte, den ein Auto beim Fahren und Parken naturgemäß bedeutet, kann auf ein mit Elektromotor verstärktes Transportfahrrad umsatteln. Der Wochenendeinkauf im Supermarkt lässt sich nämlich auch so locker emissionsfrei nach Hause bringen.

Was können Hybridfahrzeuge?

In Hybridautos sind zwei Antriebsarten – meist Benzin- und Elektromotor – an Bord. Das clevere Zusammenwirken beider Antriebe macht diese Kombination besonders effizient. Während bei niedrigen Geschwindigkeiten vor allem der leise und saubere Elektromotor schnurrt, kommt der Benzinmotor eher bei höherem Tempo zum Tragen. Denn erst im relativ hohen Drehzahlbereich entfaltet er einen guten Wirkungsgrad.

Der Elektromotor fungiert auch als Dynamo, so dass beim Bremsen Energie zurück ins System gespeist wird (Rekuperation). So verbrauchen Hybridfahrzeuge im Schnitt 20 bis 30 Prozent weniger Kraftstoff als die konventionellen Vergleichsfahrzeuge. Trotzdem gab es Ende 2015 erst gut 100.000 Modelle in Deutschland.

Während die Akkus mancher Hybridautos ausschließlich beim Fahren aufgeladen werden, beziehen Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge einen Großteil ihrer elektrischen Energie durch Aufladung aus dem Stromnetz. Nur für solche Plug-in-Hybride kann man in Deutschland eine Kaufprämie in Höhe von maximal 3.000 Euro erhalten.