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Reisen in der neuen Normalität: Im Juni und Juli 2020 erlebte Anja Beckmann Meer, Strand und Seen in Polen. Sie erzählt im Magazin von ihren Erfahrungen als Vielreisende und Reisebloggerin (www.travelontoast.de) und liefert Tipps, wie auch Ihr Urlaub möglichst reibungslos verläuft.

Reisebloggerin Anja Beckmann von Travel on Toast gibt Tipps fürs Reisen in Coronazeiten

Sommerurlaub in Polen

Seit zehn Jahren sind wir regelmäßig in Kolberg (polnisch: Kołobrzeg) an der polnischen Ostseeküste. So lag es nahe, dass unsere erste Auslandreise seit März 2020 nach Polen führte.

Mit Auto, Ferienwohnung und Hotel waren wir in Kolberg und Stettin (Szczecin). Danach ging es in die polnische Seenregion Masuren, mit Flug und Hotel.

Erster Grenzübergang seit Corona

In meinem aktualisierten Blogartikel mit Kolberg Tipps habe ich schon darüber geschrieben: Der Grenzübergang in Pomellen am 20. Juni war völlig unspektakulär, eine Woche vorher war die Grenze wieder geöffnet worden. Es gab nur wenige andere Autos und keine Kontrollen.

Die Coronaregeln in Polen waren zu der Zeit ähnlich wie bei uns in NRW. Ich informiere mich vorab immer über die Länderseiten des Auswärtigen Amtes und schaue bei den Tourismusämtern nach, so erhalte ich wichtige Informationen.

Selbstverpfleger mit Ferienwohnung

Meist aßen wir in der Ferienwohnung, kauften dafür mit Mund-Nasen-Schutz im Supermarkt ein. Ab und ab nahmen wir Take away von Restaurants mit, viele hatten übrigens Außenplätze. Und mit der App Lieferando könnt ihr Essen nach Hause bestellen, bezahlen ist z. B. kontaktlos per Kreditkarte möglich.

Da die Strände bei Kolberg lang sind und die Wälder groß, fanden wir immer ein einsameres Fleckchen.

Tipps für die Reisekasse

Von den vorherigen Polenbesuchen hatten wir noch etliches an Złoty übrig. Doch in Coronazeiten wird geraten, möglichst per Debit- oder Kreditkarte zu bezahlen. Das klappte auch meist problemlos – ob beim Tanken, im Supermarkt oder Restaurant. Bei Lokalen würde ich jedoch immer vorab fragen, ob das wirklich möglich ist.

Im Reiseblog habe ich übrigens die Rubrik „Reisen & Geld“ in Kooperation mit der TARGOBANK. Sehr beliebt ist dabei dieser Artikel: 28 günstig reisen Tipps – schönen Urlaub für wenig Geld.

Erster Hotelbesuch

Auf dem Hinweg nach Kolberg legten wir einen Stopp in Stettin ein. Die polnische Hafenstadt gefiel mir sehr mit bunten Häusern, einem schönen Schloss und der Uferpromenade. Hier findet ihr meinen Blogartikel zu Stettin.

In der Stadt waren wir in einem 4 Sterne Hotel einer großen Kette untergebracht. An der Rezeption trennte uns eine Scheibe von dem Mitarbeiter. Im Zimmer lagen die Hygieneregeln aus.

So fand etwa die Zimmerreinigung nur nach Absprache statt, als wir nicht im Zimmer waren. Den Lift sollten nur einzelne Personen oder Mitglieder eines Hausstandes nutzen. Ein Frühstücksbuffet gab es nicht, stattdessen konnten wir an der Theke etwas bestellen.

Ich buche Hotels übrigens immer über Booking.com. In der App findet ihr Links zu den Regierungswebseiten verschiedener Länder und bei den einzelnen Hotels spezielle Hinweise.

Erster Flug seit Corona

Besonders aufregend war für mich der Flug nach Masuren einige Tage später. Von Dortmund aus ging es in rund 1,5 Stunden nach Olsztyn-Mazury. Hier findet ihr meinen Bericht zum Kurzurlaub in Masuren.

Ich hatte mich darauf eingestellt, dank Corona viel Zeit für Check-in und Sicherheitskontrolle zu benötigen. Doch das ging alles sehr schnell. Dabei war sicherlich hilfreich, dass es ein kleinerer Flughafen war.

Eine Stunde vor Boarding war ich am Gate. Im Wartebereich war jeder zweite Sitzplatz gesperrt, so dass ich mich auf den Fußboden setzte.

Wichtig war mir, vorab einen Sitzplatz für den Flug zu reservieren. So vermied ich es, in der Mitte zwischen Fremden zu sitzen. Ich hatte einen Fensterplatz in der ersten Reihe, ging als einer der Letzten an Bord und als einer der Ersten von Bord.

Im Flughafen und im Flieger trugen am 10. Juli alle Mund-Nasen-Schutz. Die Airline hatte mir vorab per Mail ein „Public Health and Passenger Locator Form“ zugeschickt. Dieses Formular füllte ich zu Hause mit meinen Kontaktangaben aus und gab es im Flugzeug der Flugbegleiterin.

Achtet auf eure Ausweispapiere!

Was übrigens ungünstig war: Mein Personalausweis war abgelaufen. Ihn hatte ich in Coronazeiten mit geschlossenen Ämtern nicht verlängert.

Auf dem Rückflug löste sich dazu noch beim Check-in die Fotoseite aus meinem Reisepass. Was nun? Ich habe erstmal keine weitere Auslandsreise geplant, doch als Reisebloggerin kann das schnell gehen.

Ein biometrisches Passfoto konnte ich problemlos bei einem Fotogeschäft machen lassen. Dann versuchte ich, online beim Amt unserer 260.000-Einwohner-Stadt einen Termin zu reservieren.

Den nächsten gab es erst 1,5 Monate später. Also schickte ich eine Mail dorthin und bekam einen Termin außer der Reihe, eine Woche später.

Glück gehabt! Denn es dauert danach noch, bis ich Personalausweis und Reisepass erhalte. Drei Wochen sind die normale Frist beim Reisepass, drei bis fünf Werktage im Expressverfahren (mit 32 Euro Zuschlag). Das werde ich dann nehmen.

Mein Fazit zum Reisen in Coronazeiten

Insgesamt lief alles viel reibungsloser ab, als ich erwartet hätte. Das Urlaubsfeeling kam schnell auf und blieb ungetrübt. Nur auf die Ausweispapiere würde ich achten. Damit ihr ohne Probleme ins Ausland reisen könnt.